Filmkritik: Be Cool – Cool bleiben schwer gemacht
Vor 10 Jahren lief mit “Schnappt Shorty” eine echte Überraschungskomödie in den deutschen Kinos und nun folgt mit “Be Cool” die Fortsetzung dieses Film. In der Sneak-Preview hatte ich die Gelegenheit mich von der Qualität des Streifens zu überzeugen und Ihr lest im folgenden Bericht das Ergebnis.
[STORY]
Bisher war Chili Palmer (John Travolta) Filmproduzent und das eigentlich recht erfolgreich. Sein letztes Projekt kann man allerdings guten Gewissens als Flop bezeichnen und so beschließt der ehemalige Geldeintreiber die Branche zu wechseln und ab sofort als Musikproduzent tätig zu werden. Durch einen Zufall trifft er bei einem Besuch im Club “Viper Room” auf die hübsche und talentierte Sängerin Linda Moon (Christina Milian), die zu diesem Zeitpunkt noch unter Vertrag bei Manager Raji (Vince Vaughn) steht.
Kurzerhand feuert Chili Lindas Manager und nimmt sich selbst der jungen Musikhoffnung an.
Wirkt die Entscheidung auf den ersten Blick etwas über das Knie gebrochen, trifft es sich gut, dass kurz zuvor ein Freund von Chili erschossen wurde und seine Witwe Edie (Uma Thurman) jede Unterstützung bei der Führung Ihrer Plattenfirma gebrauchen kann. Geld ist in der Musikbranche allerdings alles andere als schnell zu verdienen, denn im Musikbuisness wird mit noch härteren Bandagen gekämpft als in der Filmbranche. So muss sich Chili neben der russischen Mafia noch mit einer ganzen Menge anderer durchgeknallter Typen rumschlagen.
Einer von Ihnen ist der Plattenboss Sin LaSalle (Cedrich The Entertainer), dem Edie’s Plattenfirma noch Geld schuldet und mit seinem Gangsterrappern, angeführt vom bis an die Zähne bewaffneten Dabu (André Benjamin), Edie und Chili ordentlich Feuer unter dem Hintern macht. Aber auch Nick Carr (Harvey Keitel), der Chef von Lindas Altmanager Raji hat etwas gegen die neue Managerkonstellation und versucht alles Linda wieder unter seine Fittiche zu bekommen. Bei so vielen Problemen kann die Devise nur lauten “Be Cool”, auch wenn dies manchmal schwierig zu realisieren ist.
[CAST]
Von den Namen ist “Be Cool” definitiv erstklassig besetzt. Angefangen bei John Travolta (Grease, Pulp Fiction, Face/Off) in der Rolle des Chili Palmer über Uma Thurman (Batman & Robin, Pulp Fiction, Kill Bill) als Witwe Edie bis hin zu Cedric The Entertainer (Barbershop, Lemony Snicket), Vince Vaughn (Psycho, Old School. Dodgeball) und Harvey Keitel (Pulp Fiction, From Dusk Till Dawn) als Chilis Gegenspieler findet man ausschließlich bekannte Namen auf der Besetzungsliste die auch alle recht gut spielen, aber mit diesen Namen ist noch lange nicht Schluss, denn wer bei ansehen von “Be Cool” sehr genau aufpasst entdeckt noch einige weitere bekannte Gesichter. So gibt sich zum Beispiel der Sänger der Band Aerosmith, Steve Tyler, die Ehre aber auch Leute wie Danny DeVito (Batmans Rückkehr, Schnappt Shorty, Big Fish), Seth Green (Austin Powers, Rat Race, The Italian Job) und Anna Nicole Smith (Nackte Kanone 33 1/3).
[KRITIK / MEINE MEINUNG]
F. Gary Gray (Set it off, The Italian Job) liefert mit “Be Cool” definitiv kein Filmhighlight ab. Sein Film ist solide inszeniert und hat seine lustigen Momente, allerdings auch einige Längen und Witze die alles andere als zünden. Zu den Lichtblicken des Films gehört definitiv Cedric The Entertainer in seiner Rolle als Sin LaSalle, der immer wieder für Lacher sorgt. So gibt es zum Beispiel eine Szene in der LaSalle Gangsterrapper in Ihren hochgezüchteten Autos vor seiner Tür stehen und im Kofferraum einen wichtigen Mitarbeiter einer Radiostation haben, welche nicht die Musik von LaSalles Band spielt. Sin kommt daraufhin mit Morgenmantel und Pfannenwender in der Hand aus dem Haus und will dem armen Radioangestellten auf gewaltsame Weise klarmachen, dass die Station gefälligst seine Musik zu spielen hat, als plötzlich die Tochter von LaSalle in der Haustür steht. Schnell sind die Waffen hinter den Rücken der Gangster verschwunden, alle grüßen Sins Tochter freundlich und als diese wieder im Haus verschwunden ist, geht es mit der gewaltsamen Lektion weiter.
Neben dieser Stelle überzeugen vor allem noch die Szenen in den Steve Tyler Leinwandpräsenz hat. Er spielt sich, wie bereits angedeutet, selber und seine Weisheiten sind köstlich. Auch die Tanzszene von Uma Thurman und John Travolta darf man durchaus zu den Höhepunkten von “Be Cool” zählen. Zwar kommt die hiesige Darbietung nicht ganz an die legendäre Tanzvorführung aus “Pulp Fiction” ran, ist aber immer noch gut gelungen.
Die dunklen Seiten des Films dürfen allerdings auch nicht unerwähnt bleiben. So ist meiner Meinung nach die Figur des schwulen Bodyguards Elliot, die vom Wrestler “The Rock” verkörpert wird alles andere als gelungen und gerade die Witze die auf Kosten des schwulen Bodyguards gemacht werden finde ich persönlich arg plump. Auch die Rolle von Vince Vaughn als Manager Raji finde ich nicht so berauschend. Vaughn spielt seine Rolle zwar gut, die im Drehbuch vorgegebenen Dialoge seinerseits gefallen mir allerdings genauso wenig wie seine Art sich als weißer Mann als schwarzer zu fühlen.
[FAZIT]
Es bleibt festzuhalten, dass “Be Cool” als absolut mittelmäßiger Streifen ist und von mir mit drei Sternen auskommen. Wie geschrieben hat er definitiv seine hellen Seiten, diese halten sich aber mit den dunklen Seiten in etwa die Waage. Die Fortsetzung von “Schnappt Shorty” schafft es zu keiner Zeit an die locker lustige Art des Originals anzuschließen und ist deshalb nicht mehr als eine durchschnittliche Hollywoodkomödie, die neben eingefleischten “Schnappt Shorty”-Fans sicher Ihr Publikum finden wird.
[FACTS]
Titel: Be Cool – Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit
Originaltitel: Be Cool
Regisseur: F. Gary Gray
Drehbuch: Elmore Leonard, Peter Steinfeld
Darsteller: John Travolta – Chili Palmer
Uma Thurman – Edie Athens
Vince Vaughn – Raji
Cedric the Entertainer – Sin LaSalle
André Benjamin – Dabu
Steven Tyler – Himself
Robert Pastorelli – Joe Loop
Christina Milian – Linda Moon
Paul Adelstein – Hy Gordon
Debi Mazar – Marla
Gregory Alan Williams – Darryl
Harvey Keitel – Nick Carr
The Rock – Elliot Wilhelm
Danny DeVito – Martin Weir
James Woods – Tommy Athens
Land: USA
Jahr: 2005
Länge: 118 Minuten
Genre: Komödie
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Kinostart: 31.03.2005
[...] Nach seiner Selbstironischen Rolle als schwuler Bodyguard in der Komödie “Be Cool” kehrt Dwayne Johnson alias “The Rock” mit “Doom” zurück ins Actiongenre. Mit seiner Rolle als knallharter Soldat Sarge beweist der Ex-Wrestler nach seinen Actionauftritten in “Scorpion King” und “Walking Tall” erneut das er ein vollwertiger Schauspieler ist, der perfekt in die Rollen von gradlinigen Actionfilmen passt. Auch der an seiner Seite zweite Hauptdarsteller des Film Karl Urban (Der Herr der Ringe, Die Bourne Verschwörung) in der Rolle des Soldaten Reaper überzeugt in dem nicht gerade durch seine Story glänzenden Film und spielt den mit seinen Gefühlen und Ängsten kämpfenden Soldaten recht gut. Natürlich darf man von beiden Schauspielern und gerade von Dwayne Johnson keine Oscarreifen Darbietungen erwarten, doch für einen gradlinigen Actionfilm sind die Leistungen gut. [...]
[...] “Vier Brüder” gehört in meinen Augen zu den Filmen in denen es keine Fehlbesetzung gibt. Angefangen bei Mark Wahlberg (Three Kings, The Italian Job), über Tyrese Gibson (2 Fast 2 Furious, Der Flug des Phoenix) bis hin zu Andre Benjamin (Be Cool) und Garret Hedlund (Troja) sind die Rollen perfekt getroffen und jeder der vier genannten Darsteller spielt den jeweiligen Adoptivsohn großartig. [...]
[...] Bei diesem Drehbuch können leider auch die beiden Hauptdarsteller Uma Thurman (Be Cool, The Producers) und Luke Wilson (Natürlich Blond 2, Die Familie Stone) nicht mehr viel retten. Beide spielen zwar durchaus akzeptabel und Uma Thurman sieht in ihrem G-Girl Kostüm auch ausgesprochen sexy aus, doch leider reicht gutes Aussehen und gutes Spiel nicht um ein verkorkstes Drehbuch zu retten. [...]
[...] Ex-Wrestler Dwayne “The Rock” Johnson (Doom, Be Cool) mausert sich immer mehr zu einem echten Schauspieler. In der Walt Disney Komödie “Daddy [...]