DVD-Kritik: Choking Hazard – Selbstfindung durch Zombifizierung

Horrorfilme jeglichen Couleurs nehmen in letzter Zeit eine große Zahl meiner filmischen Exkursionen ein. Diesmal ist es der tschechische Vertreter dieses Genres, “Choking Hazard”, der den Weg in meinen DVD-Player gefunden hat.

[FILM]

~Inhalt~

Professor Reinis (Jaroslav Dusek) leitet in einem abgelegenen Hotel eine Selbsterfahrungsgruppe zum zu Thema “Über das Leben”. Zu den sechs geladenen Seminargästen gesellt sich noch der Pornodarsteller Mechura (Roman Izaias). Dieser ist aus versehen im falschen Hotel gelandet und nun statt beim Pornodreh bei einem Selbstfindungskurs.

In einem nahegelegenen Waldstück passiert unterdessen ein Unfall, der auch für die Seminarteilnehmer nicht ohne Folgen bleiben soll. Der Pilzsammler Stancik (Jan Sykora) verliert bei diesem Unfall eine Menge Blut, was in die Erde sickert. Dadurch werden die dort begrabenen Förster wieder zum Leben erweckt, doch mit freundlichen Waldmännern habe die von den Toten auferstandenen wenig gemeinsam. Vielmehr handelt es sich nun um blutgierige Zombies, die nun Jagd auf alle lebenden machen.

~Meine Meinung~

“Choking Hazard” ist mit Sicherheit kein Meisterwerk. Die sind zwar selbst im Horrorgenre eher selten, doch selbst da gehört dieser Film meiner Meinung nach zu den eher schwächeren.

Weder die Story des Films ist wirklich innovativ, noch können die Schauspieler oder die Spezialeffekte wirklich überzeugen. Unterhaltsam ist “Choking Hazard” trotzdem. Das Szenario ist herrlich überdreht dargestellt und für Splatterfreunde wird einiges geboten.

Alleine die erste große Konfrontation der Seminarteilnehmer mit den Zombies in der Hotelküche sorgt für eine erfreute Reaktionen bei den Splatterfans und auch noch im weiteren Verlauf gibt es trotz der FSK Freigabe ab 16 Jahre einige blutige Szenen.

[DVD]

~Bild~

Das Bild ist im Bildformat 16:9 auf der DVD. Dabei ist das Bild nicht immer so schön kristallklar wie man es von einer DVD erwarten sollte. Die meiste Zeit darüber ist die Qualität allerdings in Ordnung.

~Ton~

Leider ist auch der Ton nicht zu 100% zufriedenstellend. Zwar gibt es neben der tschechischen Dolby Digital 5.1 Tonspur auch eine deutsche Dolby Digital 5.1 Tonspur, doch ist die Synchronisation aus meiner Sicht nicht immer geglückt. So manche Synchronstimme klingt etwas unmotiviert, doch wie für das Bild gilt auch für den Ton, dass er überwiegend in Ordnung ist.

~Extras~

Den Anfang der Extras zu “Chocking Hazard” macht der Trailer. Dieser ist nur 33 Sekunden lang, macht aber Lust auf den Hauptfilm.

Weiter geht es mit einem unterhaltsamen Making-Of. In den knapp 14 Minuten die dieses Extra läuft, bleiben die Darsteller teilweise in ihren Rollen, was zu einigen lustigen Szenen führt.

Weiter geht es mit Musikvideos. Dabei handelt es sich aber nicht um Musikvideo im klassischem Sinne, sondern eher um einen mir Musik unterlegten Blick hinter die Kulissen des Films.

“Stellproben” erlaubt einen weiteren Blick hinter die Kulissen. Hier wird gezeigt wir die Crew an der Eröffnungssequenz arbeitet und mit sogenannten Stand-Ins, die Szene vorbereitet.

“Blowing Heads” zeigt zum Schluss, wie man Köpfe in die Luft sprengt. Natürlich keine echten Menschenköpfe, sondern via Spezial-Effekt vorbereitete Attrappen.

~Meine Meinung~

Trotz der kleinen Mängel in Bild- und Tonqualität ist die DVD zu “Chocking Hazard” gelungen. Gerade das Bonusmaterial bereitet eine Menge Freude. Mir hat besonders das etwas ungewöhnliche Making-Of gefallen. Ansonsten gehört die DVD allerdings zu den Scheiben, die den Weg nicht allzu oft in meinen DVD-Player finden werden.

[FAZIT]

“Chocking Hazard” ist definitiv nur ein Film für Genrefans. Wer mit Zombiekomödien etwas anfangen kann, sollte mal einen Blick auf diese tschechische Produktion werfen.

[FILMFAKTEN]

Titel: Choking Hazard
Originaltitel: Choking Hazard
Produktionsjahr: 2004
Regie: Marek Dobes
Drehbuch: Stepan Kopriva, Martin Pomothy
Darsteller: Jan Dolanský – Verner
Jaroslav Dusek – Prof. Reinis
Eva Nadazdyova – Hanusova
Anna Fialkova – Lefnerova
Kamil Svejda – Nedobyl
Eva Janouskova – Krenovcova
Roman Izaias – Mechura
Jan Nemejovsky – Head forester Barta
Ondrej Neff – Supezombie Knybel
Pavel Holec – Zdrazil
Jan Sykora – Stancik
Narek Oganesjan – Tomas
Robert Rosenberg – Taxi Driver
Tomas Baldynsky – Hitchcock
Petr Bartoska – Waiter
Dagmar Patrasová – Herself
Land: Tschechische Republik
Länge: 81 Minuten
Genre: Horror, Komödie
Altersfreigabe: FSK freigegeben ab 16 Jahren
Vertrieb: MIG / Eurovideo

[Wertung]

Gnislew: 2.5 Stars (2,5 / 5)

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