Einmal ist keinmal – Kritik

„Hey! Why you messin‘ with my tasty cakes.“ –

Um beim Kinopublikum mit den Adaptionen Janet Evanovichs erfolgreich zu sein, bedarf es ebenso einer/s fähigen Regisseurs/in und talentierten Drehbuchautors/in wie einer sympathischen Hauptdarstellerin. Regisseurin Julie Anne Robinsons Leinwand-Umsetzung des populären Abenteuers von Stephanie Plum wirkt aber so, als hätten die Autoren der „Sesamstraße“ beschlossen, einen Krimi zu inszenieren, dabei den Machern von „Lethal Weapon“ und „CSI New York“ über die Schultern geschaut, nichts von ihrer Recherche verstanden und dabei ihr untrügliches Gespür für das Komische in den absurdesten (zwischenmenschlichen) Situationen verloren. Darüber hinaus erfährt der Film den Charme einer modernisierten „Low Budget“-Doppel-TV Folge Marke „Starsky und Hutch“, welche als Einstieg in eine zähe RTL-II-Serien-Produktion der Romane Janet Evanovichs sein könnten.

„I’m naked. I’m on my way.“ –

Regisseurin Julie Anne Robinson klammert sich akribisch an das Drehbuch ihrer Autorinnen Liz Brixius, Kirsten Smith und Karen McCullah Lutz, hakt brav Erzähletappe um Erzähletappe ab, ohne „auf den ersten Blick“ eine Kohärenz zwischen den einzelnen Abschnitten herzustellen. Ebenso wenig versteht sie es, absurd-witzige, actionreiche und dynamische Momente zu kreieren, um das Publikum entsprechend zu unterhalten. „Einmal ist keinmal“ erzählt vordergründig viel. Blickt man aber hinter die aufgezogene Krimi-Fassade, wird schnell deutlich, wie blutleer, humorbefreit bzw. mißverständlich der gesamte Film inszeniert ist. Bis auf wenige amüsante Momente, die in der dramturgischen Einöde verpuffen (Stichwort Nudistentransport), herrscht ein insgesamt „zu“ ernster Tonfall vor.

Bereits nach weniger als der Hälfte der Laufzeit macht sich folgerichtig die totale Langeweile breit. Ein Beispiel: Stephanie Plum wird in ihrer Wohnung von ihrem Ex-Freund Joe Morelli unter der Dusche überrascht. Den soll sie jedoch jagen und festnehmen. Prompt wird sie per Handschellen an die Duschkabine geklammert und verliert ihr Handtuch. Würden sich die Protagonisten nicht kennen, wäre ein solcher Moment herrlich amüsant. Und hätte neben dem Voyeurismus / aller Frivolität etwas Knisterndes / Romantisches an sich. Da aber zwischen beiden eine Beziehung besteht, welche erst einmal auf Eis gelegt ist, man sich also kennt, geht natürlich der Witz und der Esprit dieser gesamten Situation verloren.