Lasst die Korken knallen – oder die Bierflaschen ploppen!

Seit dem 19. August rockt es 100 Tage lang online mit den geilsten Aktionen auf emp.de

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EMP wird 30 – im selben Jahr wie Metallicas Erfolgsalbum Master of Puppets, Slayers Meilenstein Reign in Blood sowie Legend of Zelda und Super Mario Bros. Aber wer hätte gedacht, dass die Geburtsstätte des Unternehmens ein kleines Wohnzimmer in Lingen/Emsland war?

Schallplatten aus den USA, Metal- und Hard Rock-Fanartikel und Merchandise-Produkte – im Deutschland des Jahres 1986 gab es nichts davon. Bis EMP-Gründer Felix Lethmate eben diese Lücke füllte: EMP war geboren!

Mit über 30.000 Artikeln und 30 Jahren Erfahrung ist EMP Europas führender Multi-Channel-Händler für Rock- & Metal- und Entertainment-Merchandise. 2015 wird das Unternehmen mit dem „NEO – Excellence in Multichannel“ Award ausgezeichnet. Die Jury hebt besonders die kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung sowie die konsequente Verzahnung der einzelnen Kanäle hervor. Auch im Bereich Kundenbindung setzt EMP Maßstäbe und holt die Kunden dort ab, wo sie sich gerne aufhalten. Auf allen Social Media Kanälen vertreten, hat EMP über 1,7 Millionen Fans.

Das Jubiläum feiert EMP bereits seit dem 19. August: mit 100 Tagen voller Sondereditionen, limitierter Artikel, Rabatte sowie tollen Aktionen und Gewinnspielen auf EMP.de und sämtlichen sozialen Netzwerken – bis zum Geburtstag am 27. November!

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Dahl-Krimis: Spannung & Drama in Kurz- und Langfassung

Arne Dahl – Vol. 2 [4 Blu-rays]

Die als A-Gruppe bekannte Eliteeinheit der schwedischen Polizei unter der Führung von Kerstin Holm ist für die schwierigsten und gefährlichsten Fälle von internationaler Tragweite zuständig. Nun steht sie vor neuen Herausforderungen. Was in „Rosenrot“ zunächst aussieht wie der tödliche Ausgang einer Razzia im Milieu illegaler Einwanderer, entpuppt sich bald als brisanter Spionagefall in der internationalen Pharmaindustrie. Bei ihren Ermittlungen offenbart sich ein schreckliches Geheimnis.

Außerdem hält eine ungewöhnliche Mordserie die Stockholmer Sonderermittler aus der Feder von Bestsellerautor Arne Dahl in Atem. Steht der brutale Mord an einem alten Nobelpreiskandidaten wirklich in Zusammenhang mit der bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leiche in einem Freizeitpark? Die Suche nach der Wahrheit führt das Team in „Tiefer Schmerz“ nicht nur durch halb Europa, sondern auch auf die Spur eines lange zurückliegenden grausamen Verbrechens.

Inklusive der ungeschnittenen Schnittfassung und der geschnittenen TV-Fassung. (Verleihinfo)

Filminfos
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O-Titel: Arne Dahl vol. 2: „De största vatten“ & „Europa Blues“ (Schweden / Deutschland 2011)
Dt. Vertrieb: Edel Germany
VÖ: 20.2.2015
EAN: 4029759089018
FSK: ab 16
Länge: ca. 594 Min.
Regisseur: Tova Magnusson, Niklas Ohlson & Mattias Ohlson
Drehbuch: Cilla & Rolf Björlind
Musik: Niko Röhlcke
Darsteller: Malin Arvidsson, Irene Lindh, Claes Ljungmark, Magnus Samuelsson, Matias Padin Varela u.a.
Preis: 20,99 EUR

Handlung von ROSENROT
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Dies ist die Ausgangsszene. Eines Morgens dringen schwer bewaffnete schwedische Polizisten in die Wohngemeinschaft von fünf schwarzen Asylbewerbern, die abgeschoben werden sollen, ein. Sie können vier der fünf sofort am Boden festnageln, doch der fünfte Asylbewerber, Winston Modisane, wird von Polizist Dag Lundmark ins Schlafzimmer gedrängt, wo das Fenster immer offensteht. Kaum dreht sich Dag um, ergreift Modisane die günstige Gelegenheit und steigt aus dem Fenster zur Brandleiter. Er erklimmt sie und steigt aufs Dach, um von dort den üblichen Fluchtweg ins Dachgeschoss zu nehmen. Doch heute ist die Tür seltsamerweise versperrt. Er gibt keinen Ausweg. Modisane dreht sich um. Dann wird der unbewaffnete Mann mit einem einzigen Schuss hingerichtet. Als andere Cops ihn finden, hält er eine Sportpistole in der kalten Hand.

Diese Aktion hat nicht nur ein Nachspiel. Paul Hjelm und Kerstin Holm sind Kriminalpolizisten in Stockholm. Als Angehöriger der A-Gruppe zur Ermittlung in Verbrechen mit internationalem Charakter werden sie vom Chef der Inneren Abteilung, Niklas Grundström, hinzugezogen. Die Dienstaufsicht? Haben sie etwas ausgefressen, fragen sich Hjelm und Holm, die früher mal ein intimes Verhältnis hatten.

Grundström möchte, mit Hultins, der Chefin der beiden, Zustimmung, dass sich Hjelm und Holm des Falls annehmen. Als Holm jedoch den Namen des Schützen hört, erstarrt sie: Dag Lundmark war bis vor sieben Jahren – von 1992 bis 1994 – ihr fester Freund. Doch sie trennte sich von ihm, woraufhin er dem Alkohol verfiel. Er musste eine Entziehungskur machen, aus der erst vor zwei Monaten entlassen wurde. Die Polizei in einem Stadtteil nahm ihn wieder auf – mit den bekannten Folgen. War Dag Lundmark wirklich topfit in der Situation, als er Modisane gegenüberstand? Holm erklärt sich für befangen.

Doch Holm lässt sich breitschlagen, dass Befangenheit nicht gegeben sein, und geht mit Hjelm ins Vernehmungszimmer. Dort sitzt bereits Dag und begrüßt seine Ex mit zynisch-schmeichelnden Worten. Seine Angaben müssen selbstverständlich überprüft und mit den Aussagen der vier anderen Polizisten verglichen werden. Also: Modisane flüchtete plötzlich und Lundmark folgte ihm bis aufs Dach des Hauses. Dort zog der Flüchtige eine Sportschützenpistole Marke Weylander und zielte auf Lundmark. Dieser schoss sofort in Notwehr und traf Modisane tödlich. Saubere Sache, oder?

Holm wendet ein: Aber gehörte die Weylander nicht möglicherweise Lundmark? Woher sollte der Südafrikaner eine so teure Pistole haben? Sie glaubt, Lundmark habe eine illegale Waffe in die Hand seines Opfers gelegt. Und überhaupt: Warum blieb Modisane denn stehen statt durch die Dachbodentür ins Treppenhaus zu flüchten? Doch Lundmark erinnert Kerstin lediglich an die Inschrift in ihrem Verlobungsring, den sie immer noch trägt: Viele Wasser können die Liebe nicht löschen – ein Zitat aus dem Hohelied Salomos. Sie wird unsicher. Als Lundmark fragt, ob man ihn festhält oder dem Staatsanwalt übergibt, verneint sie. Doch Lundmark taucht unter. Er hat noch viel vor.

Im Nachhinein entdecken die Ermittler des A-Teams, dass rein gar nichts an den Angaben zum Tathergang stimmt… Der Fall wird immer rätselhafter. Unterdessen wächs Kerstin Nervosität, und sie dreht manisch an ihrem Verlobungsring: Sie fühlt etwas wie ein Schwarzes Loch auf sich zukommen…

Der 2. Fall

Ein zweiter Fall scheint nichts mit Modisane und Lundmark zu tun zu haben. Im gleichen Stadtteil wird ein Einbrecher aufgegriffen. Björn Hagmann stinkt unverkennbar nach Leiche. Nach Zusicherung eines rechtlichen Schlupflochs führt er Arto und Viggo vom A-Team in die Wohnung von Ola Ragnarsson. Dort finden sie einen Abschiedsbrief vor, doch wie sich herausstellt, wurde der Mann vor zwei Wochen ermordet. Sie schrecken vor dem Gestank und den wimmelnden Maden zurück. Der Einbrecher nutzt die günstige Gelegenheit und verduftet.

Der 3. Fall

In seinem Abschiedsbrief gibt sich Ragnarsson als Serienmörder aus. Er habe seine Opfer im Sumpf des abgelegenen Värmlands vergraben. Die Beamten werden nach einigem Suchen fündig. In schwarzen Plastiksäcken finden sie die sterblichen Überreste eines lokalen Bauernpaars namens Sjöberg, das seit Wochen im Urlaub geglaubt wird. Doch wo ist ihr Adoptivsohn, der siebenjährige Anders Sjöberg?

Die drei Fälle…

…hängen alle auf eine Weise miteinander zusammen, die sich die Ermittler der A-Gruppe nicht hätten träumen lassen. Kerstin Holm hat immer stärker das Gefühl, dass das Schwarze Loch kurz davor ist, sie zu verschlingen. Sie ahnt nicht, dass es nicht nur um sie geht, sondern um ihre gesamte Abteilung.

Mein Eindruck
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Selten bin ich auf einen derart verzwickt ausgetüftelten Krimi gestoßen. Drei scheinbar völlig verschiedene Fälle werden aufs Engste miteinander verknüpft und zu einem immer dichteren Geflecht von bösen Vorahnungen und unheilvollen Vorausverweisen verwoben – Kerstins „Schwarzes Loch“. Schon lange vor dem Finale ist mir daher angst und bange geworden, was da wohl auf Kerstin Holm zukommen könnte.

Anders als der Anfang vermuten lässt, geht es nicht um Asylbewerber und wie sie von skrupellosen Geschäftemachern ausgebeutet werden. Dieses Thema hat schon Ian Rankin in seinem Krimi „So soll er sterben“ (Fleshmarket Close) zur Genüge beackert, um nur ein Beispiel zu nennen. Ich hoffe, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass zwei der Asylbewerber als Industriespione nach Schweden gekommen sind. Modisane war Chemiker. Lundmark diente dem Pharmakonzern als Versuchskaninchen, und nun ist er süchtig nach diesem Stoff. Dennoch will er mit Kerstin eine Familie gründen – und er hat gute Argumente…

Die filmische Umsetzung

Auf dieser Blu-ray liegen zwei Fassungen vor: die gekürzte TV-Fassung von 120 Min. Länge und der zweiteilige Director’s Cut von 180 Min. Länge. Was den Kern der Handlung unterscheiden sich die beiden Fassungen von ROSENROT jedoch kaum. Das erlaubt ein Gesamturteil für beide Versionen.

Die erste Szene zeigt, wie ein Mann, dessen Gesicht wir nicht gezeigt bekommen, in das Haus der Sjöbergs eingelassen wird. Als die Polizei später nachsieht, fehlt Anders, ihr Adoptivsohn, doch von den Eltern fehlt jede Spur – bis man sie im Sumpf findet. Die Frage, die den Zuschauer durchweg beschäftigen sollte, lautet: Wer ist dieser Mann? Die Antwort führt zu permanenter Verunsicherung, wenn nicht sogar Verwirrung. Handelt es sich um Dag Lundmark oder um Ola Ragnarsson? Ist Lundmark also wie Ragnarsson ein Serienmörder? Diese Möglichkeit macht den Kontakt zu Lundmark für Kerstin Holm zu gefährlich.

Leider wird diese Gefahrenlage durch handlungsleere Szenen verwässert, die nur auf Stimmung und Verwirrung hin angelegt sind. Da kam bei mir oft Langeweile auf. Der Plot um das Geimprojekt der Nigerianer um Modisane gerät fast völlig aus dem Blickfeld. Die Verbindung zwischen Afrikanern und Dag Lundmark ist der Pharmakonzern, der Dag als Versuchskaninchen benutzt hat – und Modisane als illegale Putzkraft.

Dies ist jedoch Kerstin Holms Fall (so wie „Misterioso“ Paul Hjelms Fall war), und so ist die Handlung, insbesondere aber das Finale ganz auf sie zugeschnitten. Die komplexen und nicht uninteressanten Fakten zu Pharma, Modisane und Testreihen bleiben schließlich außen vor: viel zu umständlich zu erklären. So haben die TV-Produzenten den Fall seiner ganzen Brisanz beraubt.

Handlung von TIEFER SCHMERZ
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Professor Leonhard Schenkmann ist Gehirnforscher und hält sein eigenes Gehirn täglich mit Kreuzworträtseln und Spielen mit der Familie seines Sohnes Harald fit. Er befindet sich im jüdischen Teil des südlichen Friedhofs von Stockholm, als schwedische Neonazis besoffen über die Gräber ziehen und Grabsteine umkippen. Plötzlich hören sie damit auf, als hätten sie eine Gefahr gesehen. Einen Schrei?

Der Professor hat inzwischen sein Ziel auf dem Jüdischen Friedhof erreicht, den zerbrochenen Grabstein von „Shtayf, gestorben 7.9.1981“. Er dreht sich um und bemerkt die Schatten, die sich ihm nähern. Eine Frauenstimme antwortet auf seine fragende Begrüßung. Dann dringt der Schmerz wie ein glühendes Messer in sein Hirn.

In einem Freigehege des Zoos von Stockholm werden Wölfe, Elche, Bären, Luchse und sogar Vielfraße gehalten. An einer Stelle haben Pfleger eine angenagte Leiche gefunden – angenagt von den großen Mardern, die von den Engländern als „wolverine“ bezeichnen werden. Ein Handy enthält sehr interessante Nummern. Nummern, die von diesem Zuhälter zu seinen Prostituierten in einem Stockholmer Motel führen – und zu seinen Auftraggebern.

Die A-Gruppe-Ermittlerinnen Kerstin Holm und Sara Svenhagen befragen Rune Nilsson, den Leiter eines als Asylantenheim geführten Bordells. Vor kurzem sind nicht weniger als sechs Frauen verschwunden, allesamt Ukrainerinnen. Hängt ihr Verschwinden etwa mit dem Tod des Zuhälters zusammen, fragen sie. Holm und Svenhagen arbeiten einen Zeitablauf heraus, der diesen Schluss exakt zulässt. Aber warum verschwanden die Frauen? Wurden sie etwa gefangengehalten und misshandelt? Dann wollen sie wahrscheinlich zurück in ihre Heimatstadt Odessa am Schwarzen Meer – ein weiter Weg.

Da bei dem toten Schenkmann das Handy eines der sechs Mädchen gefunden wurde, können Nyberg und Chavez eine Nachricht abhören, die in slawischer Sprache gehalten ist. Ludmilla Lindquist, eine Expertin für slawische Sprachen, sagt ihnen, dass die Rede von einem Grenzübergang beim polnischen Ort Lublin war. „Sie sind sicher durch.“ Wer ist gemeint? Die verschwundenen sechs Frauen? Wurden sie „befreit“? Von wem? Allmählich kristallisiert sich heraus, dass Mädchen Nr. 6, Reina Tavaritch, sich immer noch in Stockholm aufhält – und sich somit in Lebensgefahr befindet. Ein Killer, der bereits ihre Gefährtinnen auf dem Gewissen hat, sucht sie. Sie weiß zuviel.

Arto Söderstedt, der finnischstämmige Ermittler der A-Gruppe, plant gerade mit seiner Frau einen Hauskauf, als ihn Hultins Anruf erreicht. Dank Onkel Pertti, dem alten Kriegsveteranen, und seinem reichlichen Erbe planen sie den Kauf eines Sommerhauses. Sein neuer Auftrag: Er soll einen Turiner Mafioso jagen. Doch die Spur führt ihn auch nach Weimar und in finstere Nazi-Vergangenheit. Es ist der Beginn einer langen Reise und vieler schrecklicher Entdeckungen, an deren Ende Artos Leben an einem seidenen Faden hängt.

Mein Eindruck
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Die Vergangenheit ist nicht tot, schon gar nicht in Europa. Und deshalb findet Arto am Schluss, dass dieses Paradies, in dem er lebt, ein falsches ist. Unter der schönen Oberfläche brodeln noch immer Verbrechen, Bosheit und Verrat. Das Dumme ist nur, sagt sich Arto, dass viele Menschen es vorziehen, das Vergangene tot und begraben sein zu lassen statt sich dem tiefen oder vergrabenen Schmerz zu stellen, den die Auseinandersetzung damit bedeutet. Andere hingegen haben den tiefen Schmerz als Mittel der Rache entdeckt und ziehen durch Europa, um die Verbrecher in einer Privatfehde hinzurichten.

Die A-Gruppe kommen erst auf die Zusammenhänge, weil sich der Zuhälter, der den Vielfraßen zum Opfer fiel, als Grieche herausstellt, Nikos Voultsos. Er sollte in Stockholm ein neues Netzwerk von Prostituierten übernehmen. Er kam im Auftrag des Turiner Mafiosos Marco di Spinelli, eines 92-jährigen Patriarchen, der in seinem Palazzo vor jedem Zugriff sicher ist.

Genau diesen Patriarchen soll Arto Söderstedt als erstes besuchen. Und das Wunder geschieht: Di Spinelli erklärt sich bereit, mit Arto zu sprechen. Arto ist es – zunächst jedenfalls – unerklärlich, warum Di Spinelli bei seinem Anblick zusammenzuckt und bleich wird. Erst sehr viel später kann er sich diese erschreckte Reaktion erklären.

Arto verfolgt, gelenkt aus der Zentrale in Stockholm, weitere Spuren der Rachegöttin, die ihn nach Weimar führen. Schließlich landet er wieder in Mailand bei Di Spinelli. Die Rachegöttin, so stellt sich heraus, ist die Enkelin jener Kriegsgeneration, die in den Konzentrationslagen und „Medizinischen Forschungseinrichtungen“ der Nazis und ihrer Wissenschaftler missbraucht wurde.

Das KZ-Tagebuch

Paul Hjelm kramt sein Schuldeutsch hervor, um das KZ-Tagebuch von Leonhard Schenkmann zu lesen, der als „Professor Schenkmann“ mit 92 Jahren auf dem jüdischen Friedhof von Stockholm hingerichtet wurde – mit einem jener Dorne, der ihm wie einer jener Versuchspersonen im KZ ins Schmerzzentrum des Gehirns geschoben wurde. Es ist ein schmerzvoller Tod und eine grausame Rache an einem Verbrecher, denkt Paul zunächst. Aber ein nagender Zweifel sagt ihm, dass etwas an dieser Sache nicht ganz stimmt. Er übersieht etwas, aber was?

Paul liest das Tagebuch weiter. Leonhard Schenkmann war ein in Berlin geborener Jude, der mit seiner Frau Magda und seinem Sohn Franz glücklich war und als Schriftsteller arbeitete. (Wie konnte er dann nach dem Krieg so schnell Hirnforscher werden, fragt sich Hjelm.) Statt auszuwandern wie alle seine Freunde hoffte Schenkmann, mit seiner Frau den begonnenen Krieg überleben zu können, denn der konnte ja nicht so lange dauern.

Doch die Nazis schnappten die Familie und brachten sie ins KZ Buchenwald bei Weimar. Magda kam wohl dort um, wie es seinem Sohn erging, wusste Schenkmann nicht. Er selbst wurde einer medizinischen Forschungseinrichtung à la Dr. Mengele zugeteilt. Es handelte sich um Schmerzforschung. Drei SS-Offiziere leiteten die Versuche. Dabei wurde den Opfern unter anderem ein dicker Draht in die schmerzempfindliche Hirnrinde geschoben, um herauszufinden, ob man Schmerz maximieren und Menschen dagegen resistent machen konnte. Die Opfer waren nach der „Behandlung“ praktisch nicht mehr ansprechbar und apathisch – lebende Tote.

Schenkmann hat einen Kirchturm äußerst exakt beschrieben. Hjelm findet den Kirchturm auf einem Foto und schlägt nach, dass das KZ Buchenwald erst im April 1945 kurz vor Kriegsende von den Amerikanern befreit wurde, also sehr spät. Doch wer waren diese drei SS-Offiziere? Es gibt keine Fotos von ihnen, sondern nur Schenkmanns ungenaue Beschreibungen. Es hilft nur eines: Arto Söderstadt muss nach Weimar, um den Professor zu treffen, der die historische Forschung des „Schmerzzentrums“, wie es unter der Bevölkerung genannt wurde. Arto stößt dort auf eine heiße Spur.

Die filmische Umsetzung

Diesmal unterscheidet sich die Langfassung deutlich von der gekürzten TV-Fassung. Die fehlenden Minuten bestehen hauptsächlich aus Szenen, die Einblicke in das Privatleben der Ermittler gewähren. So verliebt sich etwa Nyberg in die Dolmetscherin Ludmilla, was auch seine komischen Momente hat.

Besser fand ich hingegen die Erklärungen, die innerhalb der A-Gruppe zu den einzelnen Ermittlungsergebnissen abgegeben werden. Auf diese Weise versteht der Zuschauer viel besser, wie die einzelnen Puzzleteile zueinander passen und was sie zu bedeuten haben. Denn die Backstory des Leonhard Schenkmann hat ja einen doppelten Boden, ist also mehrschichtig und zieht sich über Jahre hin. So verstand ich schließlich, wer in dem namenlosen Grab liegt, auf dem nur der Spitzname „Shtayf“ (jiddisch für „verhärtet, steif“) steht.

Der erste Teil dreht sich um die Mädchen und endet in einem blutigen Fiasko. Im Mittelpunkt des zweiten Teils stehen Söderstedts Entdeckungen und ihre Folgen. Seltsamerweise kapiert er mit nur gelindem Schauder, dass Magda eine Serienmörderin ist, dreht ihr aber keinen Strick daraus – schließlich rettet sie ihm das Leben: Die finale Shootout ist großes Kino und führt die beiden Handlungsstränge um die ukrainischen Frauen & die Rachegöttin einerseits und die Nazi-Schergen andererseits zusammen – mit dem bedauernswerten Arto Söderstedt mitten im Kreuzfeuer.

So krude inszeniert steht das natürlich nicht im Buch. Beträchtliche Szenen wurden gestrichen, um die Handlung nicht zu überladen. Und ich wunderte mich, wie praktisch doch so ein herrenloses Handy sein kann, um irgendwelche Zusammenhänge herzustellen.

Die DVDs
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Technische Infos:

Bildformate: 16:9 – 1.78:1
Tonformate: DTS HD 5.1
Sprachen: D, Schwedisch
Untertitel: OmU in Deutsch

Extras:
Trailer

Mein Eindruck: die DVDs
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Bild und Ton der Blu-ray sind erwartungsgemäß ausgezeichnet, aber von der Nutzung der möglichen Stereoeffekte kann keine Rede sein. Untertitel gibt es nur dann, wenn eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird. Und das ist ja bei internationalen Ermittlungen häufig der Fall. Die deutsche Synchronisation lässt sich aufgrund des Fehlens von Untertiteln für die deutschen Dialoge praktisch nicht bewerten.

Bonusmaterial:

1) Trailer

a) Varg Veum (siehe meinen Bericht)
b) Die Brücke, Staffel 1 (siehe meinen Bericht)
c) Kommissar Winter

2) Booklet (s.u.)

Unterm Strich
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Ich bewerte die Langfassungen der beiden Verfilmungen. Die TV-Kurzfassungen – immerhin noch jeweils 120 Min. lang – sind dann doch unbefriedigender ausgefallen als die Langfassungen.

ROSENROT

„Rosenrot“ ist ein sehr emotionaler Krimi, der zwar realitätsnah erzählt wird, aber doch mit einer umso ausgetüftelteren Storyline bis zum Finale für Spannung sorgt. Splattereffekte haben ebenso ihren Platz wie der Psychohorror, der sich in Kerstin Holm entwickelt. Humoristisch-ironische Szenen sorgen für ein entspannendes Element. Unbefriedigend sind lediglich das abgedroschene Bibelzitat, das in Kerstin Holms Verlobungsring steht und dessen Herkunft nie erklärt wird, und die fehlende Darstellung der Schuld der Verantwortlichen. Dass die vier Afrikaner Industriespione waren und an das Rezept für einen Malariaimpfstoff (im Buch ein HIV-Impfstoff) kommen wollten, wird nie diskutiert.

Kann man einer Rachegöttin ins Gesicht sehen? Nicht nur diese Frage muss sich Arto Söderstedt – und wir mit ihm – stellen, sondern auch: Wie kann ich weiterleben, wenn das ererbte Gesicht und Geld einem Verbrecher gehörte und an dem Geld Blut klebt? Das sind furchtbare Momente im Leben eines jeden, und ein Ermittler wie Arto Söderstedt muss offenbar ständig darauf gefasst sein.

TIEFER SCHMERZ

Das Buch trägt den Originaltitel „Europa Blues“, was ein wenig modisch klingt, die Aussage aber auf den Punkt bringt. Europa, wie wir es heute kennen und es hier gezeigt wird, hat noch viele Altlasten abzutragen, und nun macht sich inzwischen (also ca. 2002) die Enkelgeneration selbstständig an die Arbeit, um Rache und Vegeltung zu üben. Doch darf eine Demokratie, ein Rechtsstaat eine Privatfehde zulassen, selbst wenn sie „die Richtigen“ trifft? Natürlich nicht. Das sagt Arto der Erinnye auch, als sie schließlich vor ihm steht. Sie antwortet, dass es bereits zu spät sei, um umzukehren. Immer ist es die Zeit, die für und gegen Opfer und Täter arbeitet.

„Tiefer Schmerz“ ist ein ungewöhnlich weitgespannter Krimi, der mehrere Zeitebenen umfasst und fast ein halbes Dutzend europäische Länder abdeckt. Es ist eben eine globalisierte Welt, in der wir leben. Und deshalb müssen auch Ermittler, sofern multinational organisiert, auch global ermitteln können. Arto erlebt, wie es dabei zu Kooperation, Ablehnung und humorvollen zwischenmenschlichen Begegnungen kommen kann.

Der Showdown ist nicht mehr so blutig wie in manch anderem Krimi der A-Gruppe-Serie (Hjelm und Holm wurden einmal fast tödlich verwundet), aber das Finale ist doch eine grimmige Mischung aus Rache- und Actionabenteuer, wie sie nur wenige Autoren gestalten können. Ich fühlte mich jedenfalls durchweg spannend unterhalten und habe sogar noch einiges über Europa gelernt.

TIEFER SCHMERZ ist komplexer, aber intelligenter gestaltet als das sehr emotionale ROSENROT. Bei letzterem ist mir aufgefallen, dass fortwährend über Fortpflanzung geredet wird. Da ist eine Frau im siebten Monat, ein Mann ist gerade Vater geworden, Sara Svenhagen will zu Josés Verdruss keine Kinder haben (kleiner Scherz, oder?), und Kerstin Holm bereut, dass sie ihr Kind vor sieben Jahren nicht abgetrieben, sondern zur Adoption freigegeben hat. Erwartungsgemäß endet die ganze Sache in Blut und Tränen, aber auch mit einem Lächeln.

Die Blu-rays

Sowohl die gekürzten TV- als auch die ungekürzten Langfassungen auf die Blu-rays zu packen, finde ich eine hervorragende Idee. Der TV-Zuschauer erwartet „natürlich“ die gerade gesehene Fassung. Dass es auch eine ungeschnittene Langfassung gibt, bildet also quasi einen Bonus – und der ist für Puristen der wahre Jakob, also die eigentliche Sache.

Schade, dass die beiden Filme – wieder mal – vom ZDF kein Bonusmaterial spendiert bekommen haben. So ein paar Trailer sind lediglich Werbung. Das Booklet enthält noch mehr Werbung, von Edel Germany (DVDs/BDs), aber auch von Osterwold Audio (vormals Hörbuch Hamburg), das alle Arne-Dahl-Hörbücher produziert.

Mima2016: 4 Stars (4 / 5)

Umzug, Zeitreisen und Transvestiten

Media Monday #270

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Es ist wieder Montag und wie in den letzte Wochen üblich, lest ihr hier darum seit 00:01 Uhr meinen aktuellen Beitrag zum Media Monday vom Medienjournal.

1. Bei brütender Hitze gibt es ja nichts Besseres, als dem Schwiegervater beim Umzug zu helfen. Der ewige Dank der Ehefrau und des Schwiegervaters ist einem dann nämlich sicher.

2. „Zurück in die Zukunft“ liegt mir deshalb so am Herzen, weil es einer der Filme ist, mit denen mein Vater mein cineastisches Herz zum Leben erweckt hat.

3. Dank Netflix werde ich wohl vermutlich sämtliche Staffeln „Full House“ im Original nachholen.

4. „Kilo Two Bravo“ hat mich zuletzt so richtig mitleiden lassen, denn was die Soldaten im Kajaki Minenfeld mitmachen ist echt ergreifend.

5. Mein bisheriges Sommer-Highlight war der Open Air Kino Besuch „The Rocky Horror Picture Show“.

6. Johnny Depp bräuchte dringend mal wieder eine fordernde Rolle, schließlich kopiert er in den letzten Jahren ziemlich häufig seine Darbietung als Jack Sparrow.

7. Zuletzt habe ich geduscht und das war nach dem ganzen Möbel und Kisten schleppen heute nötig, weil ich einfach durch die sommerlichen Temperaturen super stark geschwitzt habe.

Die Lückentexte der Anderen:

Gewinnspiel: Assassination Classroom 1

Wir verlosen eine DVD und eine Blu-ray

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BUG-Folder_A4.qxpCoverfront DVD AC1Zusammen mit MFA+ verlost Sneakfilm – Kino mal anders ein DVD und eine Blu-ray des Films „Assassination Classroom 1“, den wir gerade erst besprochen haben.

Ihr wollt den Film gewinnen? Dann beantwortet folgende Frage:

Wie heißt das außerirdische Krakenwesen aus „Assassination Classroom 1“?

Schickt Eure Lösung und welche Version des Films (DVD oder Blu-ray) ihr gewinnen wollt mit dem Stichwort „Klasse“ an gewinnspiel@sneakfilm.de. Schon seid Ihr im Lostop! Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit einer Versandadresse in Deutschland, Einsendeschluss ist der 11.09.2016. Die Gewinner werden nach Ablauf per eMail benachrichtigt und haben dann 14 Tage Zeit uns ihre Versandadresse mitzuteilen. Nach Ablauf dieser 14 Tage verfällt der Gewinn und es wir ein Ersatzgewinner ermittelt.

Wer tötet den Smiley?

Filmkritik: Assassination Classroom 1

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Die Japaner sind immer wieder für ganz besonderes Kino gut. Sei es die Kunstform des Pink Cinema oder so sonderbare Horrorfilme wie “Zombie Ass”. Wer einen Film abseits der ausgetretenen Hollywoodpfade sucht wird hier sicher fündig. Einer dieser Funde ist so auch der Film “Assassination Classroom 1”.

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[INHALT]

Das Krakenwesen Koro-sensei aus dem All hat gerade erst 70% des Mondes zerstört und will nun auch die Erde zerstören. Gnädigerweise gibt das Wesen den Menschen noch eine letzte Chance. Ein Jahr lang wird es die Klasse 3-E der Kunugigaoka-Schule unterrichten, einem Sammelbecken für widerspenstige und lernschwache Teenager.

Die Teenager sollen allerdings nicht nur von Koro-sensei lernen, sie sollen auch versuchen ihren Lehrer zu töten, wozu ihnen alle nur erdenklichen Waffen zur Verfügung stehen, die mit einer Spezialmunition ausgerüstet sind, die den Menschen keinen Schaden zufügen können, sondern nur dem Außerirdischen.

Doch so einfach lässt sich Koro-sensei nicht töten. Um zu überleben hat das Wesen so manchen Trick auf Lager, ist zum Beispiel extrem schnell und kann so den Geschossen die auf ihn abgefeuert werden ständig ausweichen.

Werden die Schüler Koro-sensei töten und die Welt retten können?

[MEINE MEINUNG]

“Assassination Classroom 1” ist tatsächlich schräges Kino. Der Film basiert auf einer erfolgreichen Mangareihe und macht unheimlich Spaß. Ja, man muss sich auf die abgedrehte Story einlassen und damit leben können, dass die Computereffekte des Film nicht gerade zeitgemäß sind. Dem komplett computeranimierten Koro-sensei mit seinem Smileykopf sieht man die Herkunft aus dem Computer nämlich in jeder Szene an und es macht fast den Eindruck als haben man gar nicht den Anspruch gehabt diesen Umstand auch nur irgendwie zu verstecken.

Doch was in anderen Filmen vielleicht zum Problem hätte werden können ist hier mehr als ein Markenzeichen zu sehen. Irgendwie passt diese schwache Computeranimation perfekt in den Film, unterstreicht sogar in gewisser Weise den Umstand, das Koro-sensei eben nicht von dieser Welt ist.

Wie bereits erwähnt verlangt auch die Story, dass man sich auf sie einlässt. Es ist ein wenig wie bei “Men in Black”, bei dem man auch einmal akzeptieren muss, dass Außerirdische friedlich unter uns leben. Hier muss man halt damit leben, dass ein außerirdischen Wesen die Erde zerstören will, der Menschheit aber noch die Chance lässt es vorher zu töten. Einmal als gegeben hingenommen, unterhält der Film danach auf ganzer Linie. Koro-sensei ist ein so überdrehter und zugleich sympathischer Charakter, dass man jede Minute die er zu sehen ist genießt und der Film überrascht einen immer wieder mit so schrägen einfällen, dass man laut loslachen muss. Alleine wie das erste Mal gezeigt wird, wie die gesamte Klasse 3-E aus allen Rohren auf das Wesen mit dem Smileykopf feuert ist so herrlich schräge, dass man eigentlich hingehen müsste und die DVD zurückspulen nur um zu verifizieren, dass man genau das gerade gesehen hat.

Wie man vielleicht heraus lesen kann, konnte mich “Assassination Classroom 1” wirklich begeistern. Und das obwohl der Film nicht perfekt ist. Die meisten Charaktere bleiben schon recht blass im Film und auch der Showdown weiß nur bedingt zu überzeugen, doch irgendwie ist es Regisseur Eiichirô Hasumi (Umizaru, Wairudo 7) aus der einen guten Idee mit dem außerirdischen Krakenwesen so viele gute Szenen zu kreieren, dass die schwachen Charaktere und der Showdown dem Film nichts anhaben können.

[FAZIT]

Wer in der Lage ist sich auf einen ungewöhnlichen Stoff einzulassen und auch mal Filme abseits amerikanischen Mainstreamkinos seinen filmischen Horizont erweitern möchte, muss einfach “Assassination Classroom 1” schauen. Der Film ist so abgedreht, dass man sich die Augen reibt und sich fragt, ob man das was man da gerade sieht auch wirklich sieht. Glaubt man schließlich, dass man gerade einen Film mit einem schlecht animierten gelben Tentakelwesen mit Smileykopf sieht, ist man auch schon mittendrin in einem der sehenswertesten schrägen Filme der letzten Zeit. Für die westliche Welt ist “Assassination Classroom 1” auf jeden Fall ein lohnenswerter Geheimtipp.

[FAKTEN]

Titel: Assassination Classroom 1
Originaltitel: Ansatsu kyôshitsu
Genre: Action, Komödie, Science-Fiction
Regie: Eiichirô Hasumi
Drehbuch: Yûsei Matsui, Tatsuya Kanazawa
Darsteller: Okuma Anmi – Kirara Hazama
Wakana Aoi – Ayaka Saitou
Shôta Arai – Masayoshi Kimura
Tanaka Nichinan Ayano – Hayami Rinka
Ozawa Guami – Sosuke Sugaya
Miyahara Hana-on – Kataoka Megu
Kanna Hashimoto – Ritsu
Riku Ichikawa – Tomohito Sugino
Jiyoung Kang – Irina Jelavic
Yuuhi Kato – Yuuma Isogai
Seishirô Katô – Itona
Ryûnosuke Okada – Maehara Hiroto
Takumi Ooka – Ryunosuke Chiba
Kouki Osamura – Taiga Okajima
Arisa Satô – Toka Yada
Erscheinungsjahr: 2015
Land: Japan
Laufzeit: 110 Minuten
Altersfreigabe: FSK freigegeben ab 12 Jahren
Verleih: MFA+

[Wertung]

Gnislew: 4 Stars (4 / 5)

Die Bildrechte der verwendeten Bilder liegen bei MFA+

Trailershow vom 26.08.2016

Es ist wieder Freitag und damit Zeit erneut mit Filmtrailern in das verdiente Wochenende zu starten. Zumindest diejenigen, die eine normale fünf Tage Woche mit Regelarbeitszeit haben. Den armen Mitmenschen, die ihr Wochenende mit Arbeit verbringen müssen, können die Trailer hoffentlich dennoch einen schönen Abend bescheren.

Den Anfang macht diese Woche der Trailer zu „Zero Days“. Dieser Doku-Thriller befasst sich mit dem hochinteressanten Thema der Computerkriminalität um genau zu sein mit dem Computerwurm STUXNET. Bevor wir zu den Bewegtbildern kommen, werfen wir einfach mal einen Blick auf den Inhalt:

2010 machen Sicherheitsexperten eine unheimliche Entdeckung. Ein hochkomplexer Computerwurm namens STUXNET verbreitet sich mit noch nie gesehener Aggressivität auf der ganzen Welt. Was die Forscher noch nicht ahnen: sie sind auf den geheimen Prototypen einer neuen Generation von Kriegswaffen gestoßen. Stuxnet geht als erste weltweite Cyber-Waffe in die Geschichte ein. Eine Waffe der CIA und des Mossads, deren Zerstörungskraft allein mit der einer Atomwaffe vergleichbar ist – und deren Verbreitung außer Kontrolle gerät.

Weiter geht es mit dem zweiten Teaser-Trailer zu „La La Land“, in dem Emma Stone ihre Gesangskünste unter Beweis stellt. Co-Star Ryan Gosling durfte im ersten Teaser-Trailer ja bereis singen, nun ist als der weibliche Gegenpart an der Reihe. Was sagt den der Verleih zum Inhalt?

Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der charismatische Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) suchen das große Glück in Los Angeles. Sie halten sich mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in „La La Land“ – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen um ihren Träumen näher zu kommen. Kann ihre Beziehung diesem Druck standhalten?

Der dritte Trailer für diese Woche ist für das angeblich letzte Kapitel einer Filmreihe. Im Januar kommenden Jahres erobert nämlich ein neuer Teil von „Resident Evil“ die Kinosäle und zwar „Resident Evil: The Final Chapter“. Wieder mit dabei Mila Jovovich. Einen kurze Inhaltszusammenfassung gibt es auch bereits:

Als einzige Überlebende des Krieges, der als letzter Widerstand der Menschheit gegen die Untoten geplant war, muss Alice nun dorthin zurückkehren, wo der Alptraum begann – Raccoon City, wo die Umbrella Corporation ihre Truppen für einen finalen Schlag gegen die Überlebenden der Apokalypse versammelt.

Beim vieren Trailer bleibt es blutig, auch wenn wir einen Ausflug ins Heimkino machen. Hier erscheint am 16.09.2016 der Film „The Rezort -Willkommen auf Dead Island“, der eine Insel in ein Zombiejagdgebiet verwandelt. Folgendes sagt der Verleih über den Inhalt:

Seit der großen Zombie-Apokalypse ist die Welt eine andere geworden. 2 Milliarden Tote und unzählige traumatisierte Seelen hat die Pandemie gekostet. Doch selbst aus unvorstellbaren Katastrophen kann man Profit schlagen. Mit „The ReZort“ wurde ein einzigartiger Ort geschaffen, der Luxusferien auf einer Trauminsel mit dem Nervenkitzel einer Zombie-Jagd verbindet. Ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem hält die zum Abschuss freigegebenen Untoten dabei in Schach – bis es versagt. Eine Gruppe von Amateur-Jägern wird plötzlich zu Gejagten. Bei dem Versuch, sich vor der untoten Meute zu retten, kommen die Zombie-Touristen zufällig dem ungeheuerlichen Geheimnis von „The ReZort“ auf die Spur. Denn das wahre Monster ist kein bissiger Untoter.

Und wir bleiben auch bei nächsten Trailer im Horrorgenre. Sony Pictures bringt am 08.09.2016 den Film „Don’t Breathe“ in die deutschen Kinos und viel damit für Angst und Schrecken bei den Zuschauern sorgen. Darum geht es:

„Don’t Breathe“ erzählt die Geschichte von Rocky, Money und Alex – drei Teenager, die im Ghetto von Detroit aufwachsen. Getrieben vom Wunsch, endlich ihrem Heimatort zu entfliehen, beschließen sie einen wohlhabenden blinden Kriegsveteranen auszurauben. Doch dieser ist nicht so hilflos, wie er scheint. Jane Levy und Daniel Zovatto spielen Rocky und Money, die die schlimmste Nacht ihres Lebens erleben.

Was haltet Ihr von den Trailern der Woche?

Ein A-Team sollt ihr sein: durchwachsene TV-Umsetzung

Arne Dahl Vol. 1

„Die Begeisterung für Arne Dahls Kriminalromane um eine Eliteeinheit der schwedischen Polizei ist längst zu uns herübergeschwappt. Die knallharten Thriller, in deren Mittelpunkt ein eingeschworenes Spezialisten-Team steht, ergründen die dunkle Seite der Gesellschaft. Die Verbrechen, die aufgeklärt werden müssen, sind brutal, manchmal sogar unvorstellbar grausam. Um die Täter zu stoppen, muss das Team ihre inneren Beweggründe und die Ziele aufdecken. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Ermittler manchmal gewinnen – und manchmal nicht.“ (Verleihinfo)

Die erste Staffel umfasst folgende Filme:

1) Misterioso
2) Böses Blut
3) Falsche Opfer 1+2

Zu den ersten Romanen, die verfilmt wurden, gehört „Misterioso“, in dem es um einen geheimnisvollen Zusammenhang zwischen einem Jazz-Stück und den grausamen, hinrichtungsähnlichen Morden an schwedischen Finanziers geht. „Böses Blut“ erzählt die Geschichte eines Serienkillers, der seine Opfer mit Foltermethoden aus Zeiten des Vietnam-Krieges quält. „Falsche Opfer“ handelt von einem bekannten Restaurantbesitzer, der versucht, seine schlimmsten Gräueltaten zu vertuschen. (Verleihinfo)

Filminfos
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O-Titel: Arne Dahl Vol. 1: Upp till toppen av berget; Ont blod; Misterioso (SE/D 2012)
Dt. Vertrieb: Edel
VÖ: 14.12.12
EAN: 4029759081760
FSK: ab 16
Länge: ca. 408 Min.
Regisseur: Harald Hamrell, Mani Maserrat, Jörgen Bergmark
Drehbuch: Cilla & Rolf Börjlind
Musik: Niko Röhlcke
Darsteller: Malin Arvidsson (Kerstin Holm), Irene Lindh (Jenny Hultin), Claes Ljungmark (Viggo Norrlander), Shanti Roney (Paul Hjelm), Magnus Samuelsson (Gunnar Nyberg), Matias Varela (Jorge Chavez), Vera Vitali, Niklas Akerfelt (Aarto Söderstedt), Mats Blomgren (Polizeichef Dan Mörner) u.a.
Preis: 31,99 EUR

Die FILME (4 DVDs)
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1) MISTERIOSO
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Ein Bankräuber bleibt nach einem Überfall auf die „Sydbank“ in der schwedischen Kleinstadt Avesta tot zurück. Dabei durchbohrt ein langer Dartpfeil sein Auge. Aufgrund mangelnder Zeugen kann der Fall nicht aufgeklärt werden. In Stockholm werden in der Zwischenzeit drei hochrangige Unternehmer ermordet.

Was hatten die drei kaltblütig nach einem präzisen Ritual hingerichteten, schwedischen Geschäftsmänner gemein? Paul Hjelm, Ermittler der Stockholmer Sonderkommission für „besondere Fälle““ steckt in einer Sackgasse. Erste Ermittlungen über eine Geheimloge führen nicht weiter. Ist womöglich die russische Mafia in die Morde verwickelt? Ohne Unterstützung durch seine Kollegin Kerstin Holm hätte Hjelm längst das Handtuch geworfen. Doch dann die heiße Spur: ein Jazzstück mit dem Titel „Misterioso“.

Mein Eindruck
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Zunächst sieht es ja so aus, als wäre die Mordserie eine Vergeltungsaktion der estnischen Mafia. Und die brutale Kreuzigung, die Viggo (sein Vorname bedeutet „der Sieger“) Norrlander in Tallinn erleidet, bestätigt diesen Verdacht. Außerdem müssen sich noch die Alkoholschmuggler Igor & Igor im Land herumtreiben, die Gott weiß was treiben. Aber da ist auch noch der mysteriöse Orden Mimir bzw. Skidbladnet, dem die Mordopfer angehören. Fallen sie einem bizarren Rachefeldzug eines ihrer Mitglieder zum Opfer? Söderstedt befürchtet, dass die Finanziers nicht einem Auftragsmörder, sondern einem einsamen Rächer zum Opfer fallen.

Im Dickicht der Hochfinanz

Oder handelt es sich um eine Art feindliche Übernahme in höchsten Wirtschaftskreisen, denn die Mordopfer haben gemeinsam in diversen Aufsichtsräten von Banken, Medienkonzernen und anderen Unternehmen gesessen. Als sich die A-Gruppe, besonders Chavez, in diese Materie einarbeitet, stößt sie auf einen Verhau von Verflechtungen, in dem schon bald unklar wird, welche Untertochterfirma zu welchem Oberkonzern gehört. Anscheinend sind hier auch Geldschiebereien größeren Maßstabs an der Tagesordnung, und Chavez kann sich durchaus vorstellen, dass bei solchen dubiosen Machenschaften der eine oder andere kleine Angestellte unter die Räder gekommen sein könnte. Sozusagen ein Kollateralschaden. Das lässt „Misterioso“ zu einem Wirtschaftskrimi werden.

All that Jazz

Auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Das Jazzstück „Misterioso“, das Thelonious Monk 1958 in New York City aufnahm, beschreibt Chavez eingangs so einfühlsam und begeistert, dass man ganz genau weiß, er hat es sich zig Mal selbst angehört. Und zwar nicht bloß in einer Version, sondern in sämtlichen verfügbaren Fassungen. Und dazu gehört eben auch die überaus seltene Raubkopieversion, auf deren Spur sich Chavez, Holm und Hjelm setzen.

Action

An harter Action und handfesten Polizeieinsätzen mangelt es ebenfalls nicht. Rikard Frantsens Villa ist ein Brennpunkt, wo sich in einer famosen Szene eines der gesuchten Mitglieder von Igor & Igor einfindet und nur unter furiosem Einsatz fangen lässt – eine Glanztat des bulligen Gunnar Nyberg. Der Schluss spiegelt den Anfang wider: Der Täter ist bekannt, seine Taten ebenso, nun müssen sie ihn nur noch kriegen, bevor er noch einen, den letzten Mord begeht. Wieder wirft sich Paul Hjelm in die Schussbahn.

Die Umsetzung

Paul Hjelms Einsätze am Anfang und Am Ende halten diese Episode wie eine Klammer zusammen. Folglich wirkt sie kompakt und wuchtig, in sich abgeschlossen. Dass er sich so riskant verhält, ist seiner Frau Cilla natürlich gar nicht recht, so dass ihre Ehe in die Krise gerät. Sie setzt sich an eine Ferienhaus am See ab, blockt alle seine Anrufe ab. Unterdessen geraten ihre beiden Kinder in Gefahr.

Schnell führt die Handlung das A-Team zusammen, wie wir es kennen und lieben. Doch der Chef Jan Olov Hultin mutiert hier zu einer Chefin namens Jenny Hultin. Sie ist zwar ebenso durchsetzungsfähig und dynamisch, doch das Aussehen der Schauspielerin erinnerte mich manchmal an einen geschminkten Clown. In der n ächsten Episode macht sie eine bessere figur, denn wir erfahren etwas über ihr Vergangenheit.

Tja, und der arme Norrlander? Er ist ein wahrer Schmerzensmann, als er von den Esten an die Wand genagelt wird. Hultin fragt sich, ob er nicht doch im A-Team überfordert ist. Doch Norrlander berappelt sich wieder. In der bislang vorliegenden Serie spielt er den Poliztisten mit Seele, mit einem ulkigen Privatleben. Und dass er sich mit Oberschlaumeier Söderstedt, einem Ex-Anwalt der Mafia, kabbelt, sorgt für Würze in der A-Team-Suppe.

Lediglich Kerstin Holm wird m.E. stiefmütterlich behandelt. Dass sie schwarzes Haar hat und offensichlich südländischer oder orientalischer Abstammung ist, passt zwar zum Multikulti-Umfeld der A-Gruppe, doch ich hatte mir sie immer als blond und blauäugig vorgestellt. Hier inszeniert der Regisseur offenbar gegen das Klischee.

2) BÖSES BLUT
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Das Team von Jenny Hultin (Malin Arvidsson) erhält einen Anruf aus den USA. Am Flughafen Newark wurde ein ermordeter schwedischer Journalist in einer Besenkammer entdeckt. Die Art des Mordes weist auf den seit fast 40 Jahren gesuchten „Kentucky-Mörder“ hin. Dieser hat nun anscheinend die Identität des Journalisten angenommen und wird bald in Schweden landen. Das Team bricht sofort zum Flughafen auf, doch unter der Menge an Leuten können sie den Mörder unmöglich finden.

Daraufhin nimmt ein Agent vom FBI Kontakt zu Hultin auf. Der Hauptverdächtige im Falle „Kentucky-Mörder“ wurde vor 30 Jahren gefasst, kam bei einem Autounfall jedoch ums Leben. Die grausamen Morde gingen weiter und orientierten sich an im Vietnamkrieg verwendeten Verhörmethoden. (korrigierte Info von Filmstarts.de)

Mein Eindruck
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Diesmal baut die Dramaturgie auf den alten Standard des Serienmörder-Plots. Die obligatorischen grausamen Szenen sind vorhanden, und zartbesaitete Zuschauer seien davor gewarnt. Die Freigabe ab 16 Jahren ist gerechtfertigt. Wie die Foltermethode aussieht, verrate ich hier nicht. Es ist natürlich ein Skandal, dass sie von der CIA sowohl in Vietnam als auch im Irak angewendet wurde. Ich sage nur: Abu Ghraib.

Das Drehbuch baut das Grundelement denn auch zu einem Gerüst um den „Sohn des Serienmörders“ aus und macht es dadurch allgemeingültig anwendbar auf alle Vater-Sohn-Beziehungen. Liegt seit Abraham und Isaak (der Erstere sollte ja den Letzteren opfern) ein Fluch des bösen Blutes auf dieser Beziehung? Wenn man erfährt, dass der Vater seinen Sohn tötet, indem er ihn versehentlich erschießt, so gemahnt dies in der Tat an alttestamentarische Gerechtigkeit: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Schuldfrage ist im Buch wesentlich anklagender formuliert.

Die Vergebung, die die A-Gruppe für das verhängnisvolle Vater-Sohn-Verhältnis anstrebt, lässt sich nicht erzwingen, sondern nur erhoffen. Die Hoffnung ruht auf der Liebe, die die Kinder ihren Eltern, besonders ihren Vätern, entgegenbringen können. Gunnar Nyberg erfährt diese Liebe seines Sohnes als Gnade. Und auch Paul Hjelm wird von seinem Sohn Danne verziehen.

Die Umsetzung

Ein ganz wesentliches neues Element ist ein Gruppe illegaler Einwanderer, die von schwedischen Fluchthelfern erst auf Gotland in einem alten Weltkriegsbunker, und dann, nach einem Mord an einem Helfer, woanders auf Gotland untergebracht wird. Der Verdacht kommt sofort auf, dass es sich um islamistische Terroristen handeln könnte. Amerikanische Geheimdienstler im Lande suchen bereits nach ihnen – und wollen offenbar „die Gerechtigkeit“ selbst in die Hand nehmen. CIA-Morde in Übersee kennt man ja zur Genüge (siehe auch Osama Bin Ladens „Liquidierung“). Auch Fidel Castro kann ein Lied über solche Versuche singen.

Das Drehbuch spielt mit diesen falschen Annahmen des Zuschauers, erzeugt eine ganze weitere Anzahl von Vermutungen, wohl in der Absicht, durch Rätsel Spannung zu erzeugen. Die Musik trägt ihr Scherflein dazu bei. Das gelingt nur zum Teil, aber als ich diese Taktik erkannte, war bei mir der Ofen aus: Ich ärgerte mich nur noch über die offensichtliche Manipulation.

Für mich ist „Böses Blut“ deshalb der Tiefpunkt dieser ersten Staffel.

3) FALSCHE OPFER 1+2
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Der Plot dieser Doppelfolge hat herzlich wenig mit der Buchvorlage zu tun und soll deshalb eingehender skizziert werden.

In Holland explodiert ein Auto – vor den Augen eines Mannes mit einer Videokamera, der gerade seinen Sohn beim Radfahrenlernen filmt. Darin saß ein schwedischer Polizist, seine Freundin Susann und deren achtjährige Tochter, Lena. Mallström, der Cop, ermittelte verdeckt gegen einen Restaurantbesitzer, den angesehenen David Billmann. Der hat durch den Oberstaatsanwalt Bo Eckstad einen direkten Draht zu den Polizeibehörden, doch dass Mallström gegen ihn ermittelte, erfährt er erst aus dem Fernsehen. Er wird nervös, denn er hat etwas Wichtiges zu verbergen.

Die Inspektoren Arto Söderstedt und Jorge Chavez nehmen sich des Falles in Amsterdam an und entdecken, dass eine Verbrecherorganisation namens Eskadron im Verdacht steht, das Auto gesprengt zu haben. Aber wer gab ihr dazu den Auftrag? Unterdessen vermisst David Billmann drei Millionen schwedische Kronen, und zunächst hat er seinen Bruder und Kompagnon Sverka im verdacht. Als der seine Unschuld beteuert, gerät immer mehr seine Tochter Sonja ins Fadenkreuz., Denn die schmiedet Fluchtpläne, um ihrem Vater zu entkommen. Aber warum?

Unterdessen ermitteln in einer anderen Abteilung die Inspektoren Sara Svenhagen und Gunnar Nyberg gegen einen Pädophilenring, der sein Unwesen im Internet treibt. Durch einen wichtigen Fund und ein paar geniale Tricks schafft es Sara herauszufinden, dass auch ein bekannter Stockholmer Bürger Missbrauch an Kindern treibt und seine Fotos jeweils für wenige Sekunden ins Netz stellte…

Mein Eindruck
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Aus einem Drogenbaron ist hier ein Restaurantbesitzer geworden, und es gibt noch viele weitere Änderungen. Selbst wenn die Umsetzung nur stellenweise etwas mit der Vorlage zu tun hat, so ergibt sie doch einer anderen Ebene wesentlich mehr Sinn, der sich in einem TV-Krimi darstellen lässt.

Die kleine Lena und auch Sonja Billmann sind Opfer von sexuellem Missbrauch gewesen. Lena ist ihrem Peiniger von Möllmann entführt worden, und nun versucht Sonja, mit Hilfe ihres Freundes Jovan Vukotic, in ein selbstbestimmtes Leben auszubrechen. Dafür braucht sie Geld – geld, das Billmann für ganz andere Zwecke vorgesehen hat und das man in Amsterdam bereits fordert. Als das Geld verschwunden ist, beginnt für alle Beteiligten eine Krise, die sich dramatisch zuspitzen wird.

Der Showdown, den Kerstin Holm und der bullige Gunnar Nyberg bestreiten, ist pure Action, dargeboten in schneller Schnittfolge. Doch der Weg dorthin ist für andere Angeörige des A-Teams lebensgefährlich. In einer Bombenexplosion kommt Paul Hjelm, der Held von „Misterioso“, um ein Haar ums Leben. Und auch Jorge Chavez segnet fast das Zeitliche, als ihm die Eskadron-Killer auf die Spur kommen. Kerstin verliert ihren Lebensgefährten, findet in Paul kurz einen One-night-Stand.

Einen Ausgleich findet die Gewalt jedoch in zwei netten Liebesgeschichten: einmal zwischen Sonja und Jovan, zum anderen aber auch zwischen Chavez und Sara Svenhagen. Das Generalthema der Liebe zwischen Vater und Tochter (parallel zum Generalthema von „Böses Blut“, der Liebe zwischen Vater und Sohn) findet seinen Niederschlag darin, dass Chavez fast und Norrlander tatsächlich Vater wird. Die süße Kleine heißt Charlotte, und so heißt (zufällig?) auch Chavez‘ Zweitgeliebte.

Die DVD-Box
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Technische Infos

Bildformate: 1,78:1 (16:9)
Tonformate: D in DD 5.1, Schwedisch in in DD 5.1
Sprachen: D, Schwedisch
Untertitel: keine
Extras: Trailershow

Mein Eindruck: die DVD
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Bild und Ton bewegen sich auf dem Niveau eines guten modernen Fernsehers, sind also recht genießbar. Allerdings macht sich bildmäßig die modische Unsitte bemerkbar, dass man merkt, dass mit einer Kamera gedreht wurde: Die Objektivecken sind zu sehen, bis man fast schon einen Tunnelblick bekommt, und es scheint Kameraleuten nichts auszumachen, gegenlicht und Seitenreflexe einzufangen. Ist dies das neue semidokumentarische Krimidrama à la Schweden?

Wie beim ZDF üblich, bekommt man weder Untertitel geboten (Hörgeschädigte stöhnen auf) noch informatives Bonusmaterial. Die Trailershow ist pure Werbung. Auch das Booklet besteht nur aus Werbung für weitere DVD-Boxen zu TV-Serien. Thanks for nothing.

Die Trailershow

a) Die Brücke
b) Kommissarin Lund – Das Verbrechen II
c) Nordlicht – Mörder ohne Reue

Unterm Strich
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Ganz klar ist „Misterioso“ die beste Episode in diesem Trio von Arne-Dahl-Verfilmungen. Diese Episode wirkt von vorn bis hinten durchdacht, aufregend durch die riskanten Einsätze Paul Hjelms und bringt auch das A-Team zueinander. Weitere Einsätze folgen, von denen Norrlanders in Estland wohl den schmerzvollsten bezeichnet: Er wird gekreuzigt.

Die Figuren sind deutlich gezeichnet und voneinander abgegrenzt. Es gibt indes einige Überraschungen für den Leser, der nur Dahls Bücher kennt. So liegt etwa die Leitung der Gruppe jetzt in der Hand einer Frau, Jenny Hultin. Und Kerstin Holm ist entgegen ihrem urschwedischen Namen (holm = Insel) mit einem südländisch-orientalischen Aussehen gesegnet. Holm hat wie Hjelm einige feine Actioneinsätze zu absolvieren.

Norrlander und Chavez sind die Schwerenöter in Liebesdingen. Söderstedt wirkt wie ein oberschlauer Professor, der in dem bulligen Ex-Boxer Gunnar Nyberg sein Gegengewicht findet. Schön fand ich, dass alle mit ihrem Privatleben vorgestellt werden und alle, bis auf Söderstedt und Hultin, eine Entwicklung durchlaufen.

Running Gag

Ein Putzman aus Persien (nicht Iran!) tritt als Running Gag in allen drei Episoden auf. César Sarachu spielt ihn warmherzig und weise, eine Kombination aus Zauberer, Philosoph und Seelentröster. Die Magie darf natürlich nicht verraten werden. Aber die drei Auftritte entsprechen einem Augenzwinkern der beiden Drehbuchautoren.

Fieses Drehbuch

Aber das Drehbuch kann auch dämlich, manipulativ und verlogen sein. Dämlich sind die Kneipen-Dialoge zwischen Nyberg und Chavez, wenn sie über Frauen reden („Superfrau. – Ja, Superfrau, Mann.“) Manipulativ ist die Irreführung der Annahmen des Zuschauers in „Böses Blut“, wenn es um die illegalen Einwanderer geht. Und verlogen ist es, wenn Kerstin Holm und Chavez bei Paul und Cilla Hjelm zu Abend essen, obwohl wir wissen, dass Paul Cilla mit Kerstin betrogen hat. Darüber wird aber kein Sterbenswörtchen verloren.

Das „Falsche Opfer“ ein Paradebeispiel für eine völlig abweichende Umsetzung ist, habe ich oben schon erklärt. Nur ein oder zwei Handlungsmotive wurden übernommen. Der Vorteil: Hier lernt dernt der Zuschauer eine völlig neue Dahl-Story kennen. Dass sie in sich stimmig und anrührend ist – wofür sie aber auch die doppelte Länge benötigt – macht sie durchaus zufriedenstellend.

Die DVD-Box

Im Hinblick auf die Bildqualität macht sich die modische Unsitte bemerkbar, dass man merkt, dass mit einer Kamera gedreht wurde Wie beim ZDF üblich, bekommt man weder Untertitel geboten (Hörgeschädigte stöhnen auf) noch informatives Bonusmaterial. Die Trailershow ist pure Werbung. Auch das Booklet besteht nur aus Werbung für weitere DVD-Boxen zu TV-Serien. Das führt ebenso zu Punktabzug wie das oben erwähnte fiese Drehbuch.

WERTUNG:

[Wertung]

Mima2016: 3 Stars (3 / 5)

Mörderisches Jagdfieber

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Die malerische Insel „The ReZort“ bietet nicht das klassische Urlaubserlebnis, wie es auf den ersten Blick scheint. Ganz im Gegenteil: Auf dem sonnendurchfluteten Eiland können wagemutige Urlauber nach Lust und Laune auf Zombie-Safari gehen – bis dies plötzlich außer Kontrolle gerät! Ascot Elite Entertainment Group bringt den post-apokalyptischen Horrorfilm „The Rezort – Wilkommen auf Dead Island“ ab dem 01. September 2016 in den Verleih. Ab dem 16. September 2016 sind DVD und Blu-ray im Vertrieb über Universum Film im Handel erhältlich. Digital ist der Horror-Streifen ab dem 30. August 2016 verfügbar.

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Mit „The Rezort – Wilkommen auf Dead Island“ hat Regisseur Steve Barker (Outpost) einen großartigen Horrorstreifen erschaffen, der alles hat, was ein richtig guter Zombie-Film braucht. In bester „The Walking Dead“-Manier können die Urlauber auf der traumhaften Insel „The ReZort“ an einer Zombie-Safari der ganz besonderen Art teilnehmen. Ganz nach dem Motto: Die Untoten hatten ihre Chance, jetzt sind sie dran. Ob die Verarbeitung der traumatischen Erfahrungen des Pandemie-Ausbruchs oder das Sinnen nach Rache an den Untoten – jeder zahlende Urlauber hat seine eigenen Gründe und kommt auf seine Kosten. Doch schnell werden aus Zombie-Jägern Gejagte! Mit Jessica De Gouw (These Final Hours) und Dougray Scott (96 Hours – Taken 3) sind die Hauptrollen erstklassig besetzt. „The Rezort“ überzeugt nicht nur mit seiner klassischen Zombie-Storyline, sondern hat neben atemberaubenden Schauplätzen auch unerwartete Wendungen zu bieten und ist ein absolutes Muss für Fans des Horror-Genres.

Inhalt:

Seit der großen Zombie-Apokalypse ist die Welt eine andere geworden. 2 Milliarden Tote und unzählige traumatisierte Seelen hat die Pandemie gekostet. Doch selbst aus unvorstellbaren Katastrophen kann man Profit schlagen. Mit „The ReZort“ wurde ein einzigartiger Ort geschaffen, der Luxusferien auf einer Trauminsel mit dem Nervenkitzel einer Zombie-Jagd verbindet. Ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem hält die zum Abschuss freigegebenen Untoten dabei in Schach – bis es versagt. Eine Gruppe von Amateur-Jägern wird plötzlich zu Gejagten. Bei dem Versuch, sich vor der untoten Meute zu retten, kommen die Zombie-Touristen zufällig dem ungeheuerlichen Geheimnis von „The ReZort“ auf die Spur. Denn das wahre Monster ist kein bissiger Untoter.

5 Filme die ich als Teenager geliebt habe

Die 5 BESTEN am Donnerstag

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Es ist wieder Donnerstag und somit Zeit für eine neue Ausgabe von „Die 5 BESTEN am Donnerstag“. Letzte Woche hat Gorana noch nach fünf Filmen gefragt die man als Kind geliebt hat, heute geht es um Filme, die man als Teenager geliebt hat. Hier also meine Top 5 für diese Woche:

5 Filme die ich als Teenager geliebt habe

  1. Robin Hood – Helden in Strumpfhose: Der Film ist sicher nicht Mel Brooks bester Film, aber egal auf welchem Videoabend, irgendwer wollte den Film immer sehen.
  2. Backdraft: Männer die durchs Feuer gehen: Der damalige Lieblingsfilm einer guten Freundin und wenn man den Film nur oft genug schaut, liebt man in selbst irgendwann.
  3. Star Wars – Episode IV: Den habe ich zwar schon als Kind gesehen, aber erst als Teenager lieben gelernt.
  4. Die nackte Kanone: Alberner Humor war zu meiner Teenagerzeit voll im, also wurde auch dieser Film geliebt und häufig geschaut.
  5. Wayne’s World: Party on, Wayne! Party on, Garth!

Hier wie immer einige der anderen Teilnehmer:

Die Neuerscheinungen/Neustarts vom 25.08.2016 – 31.08.2016

Kinostarts vom 25.08.2016:

  • Antonio, ihm schmeckt’s nicht! (20th Century Fox)
  • Chasing Niagara (Studio Hamburg Enterprises)
  • Die Unfassbaren 2 (Concorde Film)
  • Elliot, der Drache (Walt Disney)
  • Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel (NFP marketing & distribution)
  • The Mechanic: Resurrection (Universum Film)
  • The Shallows – Gefahr aus der Tiefe (Sony Pictures)

Diese Woche neu im Heimkino:

[25.08.2016]

  • Finding Graceland – Unterwegs mit Elvis (Concorde Home Entertainment) [Blu-ray/DVD]
  • Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch (Concorde Home Entertainment) [Blu-ray/DVD]
  • Show me a hero (Warner Bros.) [DVD]
  • The Model (Koch Media) [Blu-ray/DVD]

[26.08.2016]

  • Absolutely Fabulous – Die komplette Serie (polyband) [DVD]
  • Assassination Classroom 1 (MFA+) [Blu-ray/DVD]
  • Baby Bump (cmv) [DVD]
  • Babylon (RC Release Company) [Blu-ray/DVD]
  • Breaking Pointe – Tanz um dein Leben (Staffel 1) (polyband) [DVD]
  • Body (Splendid Film) [Blu-ray/DVD]
  • CSI: Las Vegas – Das Finale (Universum Film) [DVD]
  • Die Hüterin der Wahrheit (polyband) [Blu-ray/DVD/VoD]
  • Die letzten Paradiese – Die Ökosysteme der Erde (polyband) [DVD]
  • Ein Atem (Universum Film) [DVD]
  • Freeheld (Universum Film) [Blu-ray/DVD]
  • Hitlers Flucht – Wahrheit oder Legende? (polyband) [DVD]
  • Inside Men (Splendid Film) [Blu-ray/DVD]
  • Leave us alone (cmv) [DVD]
  • Made in France – Im Namen des Terrors (Universum Film) [Blu-ray/DVD]
  • Mekong Rush – Renn um dein Leben [Blu-ray/DVD](Ascot Elite)
  • Porn to be free (Donau Film) [Blu-ray/DVD]
  • Precious Cargo (Splendid Film) [Blu-ray/DVD]
  • Real Humans: Echte Menschen – Die komplette zweite Staffel (polyband) [DVD]
  • Shelter (polyband) [Blu-ray/DVD]
  • The Choice – Bis zum letzten Tag (Universum Film) [Blu-ray/DVD]
  • The War Is Not Funny, Sir! – Wir schießen auch mit Worten (polyband) [DVD]
  • Tierisch abgehoben – Wie Tiere die Schwerkraft überwinden(polyband) [DVD]

Alle Termine der Kinostarts und Neuerscheinungen ohne Gewähr!