Das Filmgenre Dokumentation entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Standbein für die Filmindustrie. Ich habe mir mit “Eine unbequeme Wahrheit” einen interessanten Vertreter dieser Gattung angesehen.
[STORY]
Wenn jemanden die Einladung ins Haus flattert sich 90 Minuten eine Power-Point-Präsentation zum Thema Klimawandel anzuschauen, werden diese die wenigsten Menschen wahrnehmen.
“Eine unbequeme Wahrheit” ist im Prinzip nichts anderes als eine solche Präsentation als Film. Al Gore, ehemaliger US-Präsidentschaftkanditat, präsentiert diesen Vorgang und veranschaulicht mit Hilfe der Folien und Einspielern welche Folgen der Klimawandel auf die Erde und seine Bewohner hat und was man gegen eine weitere Veränderung des Erdklimas unternehmen kann. Hier kann nämlich jeder seinen Teil dazu beitragen.
[MEINE MEINUNG]
Obwohl mich das Thema Klimawandel sehr interessiert, hatte ich die Befürchtung, dass der Film sich dröge und langweilig präsentiert. Doch diese Befürchtung sollte sich nicht bestätigen. Al Gore schafft es die Thematik schön auszuschmücken und spannend rüberzubringen. Dies schafft er, indem er sich in seiner Präsentation nicht nur auf Tabellen und Diagramme verlässt, sondern diese mit Einspielern auflockert. Mit dieser Macht der Bilder erreicht er wirklich jeden Zuschauer und lässt ihn die Folgen des Klimawandels direkt erkennen. Zusätzlich schafft es Gore seine Präsentation durch einige Witze aufzulockern, so dass man nie wirklich das Gefühl bekommt in einer trockenen Vorlesung zu sitzen.
Man kann also sagen, dass mir persönlich der Film “Eine unbequeme Wahrheit” gut gefallen hat. Seitdem ich den Film gesehen habe, ist bei mir ein deutlicher Wandel im Umgang mit Energie zu erkennen. Plötzlich laufen meine Elektrogeräte nicht ständig im Standby-Modus oder ich lasse beim Zähneputzen nicht das Wasser die ganze laufen. Auch trenne ich seitdem meinen Müll noch genauer. Zwar sind dies nur kleine Dinge, doch wenn jeder bei diesen kleinen Dingen anfängt, wird sich einiges ändern.
[FAZIT]
“Eine unbequeme Wahrheit” ist ein Film, der wachrüttelt. Gut präsentiert zeigt er die Folgen des Klimawandels auf und ist durch seine Präsentation als Präsentation auch als Unterrichtsmaterial für Schulen geeignet. Für alle, für die Kino aus mehr als Spielfilmen besteht, sollten sich diesen Film einmal ansehen.
[FACTS]
Titel: Eine unbequeme Wahrheit
Originaltitel: An Inconvenient Truth
Jahr: 2006
Regisseur: Davis Guggenheim
Darsteller: Al Gore – Himself
Land: USA
Länge: 100 Minuten
Genre: Dokumentation
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Alterbeschränkung
Verleih: UIP
[...] “We Feed The World” ist nach “Eine unbequeme Wahrheit” die zweite sehenswerte Dokumentation innerhalb kürzester Zeit. Die Bilder über die industriellen Fertigungswege und ihre Folgen sind beeindruckend und beängstigend zugleich und haben mich in einer Sache bestätigt. Nahrung direkt vom Bauern oder aus kontrollierten Anbau ist besser als industriell hergestellte Ware. Dabei stört mich noch nicht mal am meisten, dass das Suppenhuhn aus der Massenhaltung am Fließband getötet wird, denn wir das Huhn nun stirbt ist letztlich egal. Viel schlimmer finde ich, dass bei den meisten industriellen Lebensmittel die Qualität leidet, mit Chemie gearbeitet wird oder der Geschmack künstlich verändert wird. [...]