Filmkritik: WALL-E – Der letzte räumt die Erde auf

Gerade erst ist der neueste Pixar-Film „Oben“ in den deutschen Kinos gestartet. Ich befasse mich aber lieber mit dem vorherigen Meisterwerk der Animationsschmiede: „WALL-E“.

[STORY]

WALL-E ist ein Müllzerkleinerungsroboter, der den von den Menschen verursachten Müll zu handlichen Würfeln verarbeitet. Doch leider ist WALL-E der letzte seiner Art und auch die Menschen haben auf Grund der großen Müllberge mittlerweile die Erde verlassen.

Stupide geht WALL-E jeden Tag aufs Neue seiner Aufgabe nach, bis eines Tages der Suchroboter EVE auf die Erde kommt. EVE soll die Erde nach pflanzlichen Leben absuchen und hat eigentlich keinen Blick für irgendetwas anderes.

WALL-E allerdings verliebt sich beim ersten Anblick von EVE direkt in die Roboterdame. Ein Umstand, der WALL-E schließlich auf ein riesiges Raumschiff, EVEs Heimat, führt und wo auf den kleinen Roboter ein großes Abenteuer wartet, in dem WALL-E die Chance hat die gesamte Menschheit zu retten!

[MEINE MEINUNG]

Mit „WALL-E“ knüpfen die Animationsexperten von Pixar nahtlos an den Erfolg ihrer bisherigen Werke an. Alleine von der technischen Seite setzt dieser Animationsfilm erneut Maßstäbe. Die Darstellung der Landschaft ist in der ersten Hälfte des Films fast fotorealistisch und die Charaktermodelle von WALL-E und EVE sehen wieder einmal so fantastisch aus, dass mal alleine durch die Animationen fast vergisst, dass hier keine echten Schauspieler, sonder computergenerierte Maschinen die Hauptrollen spielen.

Doch neben der technischen Umsetzung spielt bei Filmen die Story eine nicht ganz unwichtige Rolle. Naja, eigentlich ich ist die Story sogar wichtiger als der technische Aspekt. Aber keine Sorge, die Story von „WALL-E“ kann auf ganzer Line überzeugen. Auf den ersten Blick, mag diese zwar eher dünn und wenig interessant machen, doch was Regisseur Andrew Stanton (A Story, Findet Nemo) aus dem Grundgerüst macht, ist eine herzergreifende Liebesgeschichte zweier ungewöhnlichen Protagonisten. Wenn der angestaubte WALL-E auf die moderne EVE trifft, ist dies zunächst einmal wenn ein hässlicher Kerl sich in ein Supermodel verliebt. Und genau diese Gegensätze sind es, die „WALL-E“ so spannend machen, die Art und Weise wie WALL-E versucht das „Herz“ von EVE zu gewinnen. Seine absolute Hingabe um sein Ziel zu erreichen und seine unbekümmerte Art die Welt zu entdecken.

Pixar gelingt es mit WALL-E einen Roboter zu schaffen, der auf der Leinwand menschlicher Wirk als so mancher Schauspieler in Filmen mit echten Menschen. Pixar gelingt auch eine simple Geschichte durch ungewöhnliche Hauptfiguren völlig neu erscheinen zu lassen.

Für mich ist „WALL-E“ die perfekte Symbiose zweier Welten. Hier erzählt ein Animationsfilm perfekt eine klassische Hollywoodgeschichte. Und dieses Kunststück gelingt Pixar hier nicht zum ersten Mal!

[FAZIT]

Für „WALL-E“ gibt es an dieser Stelle eine unbedingte Sehempfehlung. Pixar gelingt mit „WALL-E“ wieder einmal das Kunststück die Animationstechnik auf ein neues Level zu heben und gleichzeitig eine packende Geschichte mit sympathischen Charakteren zu schaffen. Und das selbst, wenn die Hauptfiguren wie in „WALL-E“ Roboter sind! Respekt!

[FILMFAKTEN]

Titel: WALL-E
Originaltitel: WALL-E
Jahr: 2008
Land: USA
Länge: 98 Minuten
Regie: Andrew Stanton
Drehbuch: Andrew Stanton, Pete Docter
Stimmen (OV): Ben Burtt – WALL-E / M-O
Elissa Knight – EVE
Jeff Garlin – Captain McCrea
Fred Willard – Shelby Forthright – BnL CEO
MacInTalk – AUTO
John Ratzenberger – John
Kathy Najimy – Mary
Sigourney Weaver – Ship’s Computer
Genre: Animation, Kinder-/Familienfilm, Komödie, Liebe/Romantik, Science-Fiction
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Vertrieb: Walt Disney / Pixar
Erscheinungstermin: 25.09.2008

[Wertung]

Gnislew: 5 Stars (5 / 5)

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